Gefälschter Ausweis und Rechnung als Vertrauensbeweis
Um Vertrauen aufzubauen, schicken Betrüger unaufgefordert ein Foto ihres angeblichen Personalausweises oder die Originalrechnung der Ware. Beides ist in der Regel gefälscht oder gestohlen und soll nur eines: dich zur Vorkasse bewegen.
So läuft die Masche ab
- Du zögerst bei der Vorkasse, der Verkäufer merkt das.
- Er schickt ein Ausweisfoto und sagt: "Damit Sie sehen, dass ich seriös bin."
- Oft folgt die Originalrechnung des Geräts als angeblicher Eigentumsnachweis.
- Du überweist im guten Glauben. Der Ausweis gehört einer fremden Person, deren Daten aus einem früheren Betrug stammen.
Warum das nichts beweist
- Ausweisfotos kursieren zu Tausenden im Netz, gestohlen von früheren Opfern
- Eine Rechnung ist ein Foto oder PDF und in Minuten gefälscht
- Seriöse Verkäufer schicken Fremden kein Ausweisfoto, gerade weil sie wissen, wie damit Missbrauch getrieben wird
So schützt du dich
Betrachte ein unaufgefordert geschicktes Ausweisfoto nicht als Beruhigung, sondern als Alarmsignal. Es ist ein einstudierter Teil der Masche. Ändere deine Zahlungsweise deshalb nicht: persönliche Übergabe oder PayPal mit Käuferschutz. Und umgekehrt gilt: Schicke niemals dein eigenes Ausweisfoto an Fremde, es landet sonst im nächsten Betrugsfall als "Vertrauensbeweis".
Schon Daten oder Geld verloren?
Erstatte Anzeige und melde das Profil. Wenn du dein eigenes Ausweisfoto verschickt hast, informiere die Polizei auch darüber: Deine Daten könnten für Identitätsdiebstahl missbraucht werden. Beobachte in den nächsten Monaten dein Konto und deine Post auf ungewöhnliche Vorgänge.
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