Identitätsdiebstahl: Wenn Fremde deinen Ausweis verlangen
Bei dieser Masche geht es nicht um die Ware, sondern um dich. Der Betrüger verlangt ein Foto deines Ausweises, angeblich zur Sicherheit oder zur Identitätsprüfung. In Wahrheit werden deine Daten für weitere Straftaten missbraucht.
So läuft die Masche ab
- Ein Käufer oder Verkäufer verlangt vor dem Geschäft ein Ausweisfoto: "Zu meiner Sicherheit" oder "Das ist bei größeren Beträgen so üblich".
- Manche schicken zuerst einen (gestohlenen) Ausweis, um die Gegenleistung natürlich erscheinen zu lassen.
- Mit deinem Ausweisfoto eröffnen die Täter Konten, schließen Verträge ab oder nutzen es als Vertrauensbeweis beim nächsten Betrug.
- Die Probleme erreichen dich Wochen später: Mahnungen, Inkasso, polizeiliche Ermittlungen.
Typische Warnsignale
- Jede Bitte um ein Ausweisfoto, eine Ausweiskopie oder ein Video mit Ausweis in der Hand
- Angebliche Verifizierung über externe Dienste oder per Videoanruf
- Bitte um weitere Daten wie IBAN mit Namen, Geburtsdatum und Adresse in Kombination
So schützt du dich
Für einen Kauf auf Kleinanzeigen braucht niemand deinen Ausweis. Punkt. Verweigere jede Ausweiskopie, egal wie plausibel die Begründung klingt. Deine Adresse braucht ein Verkäufer nur als Versandadresse, dein Geburtsdatum und deine Ausweisnummer gehen ihn nie etwas an.
Schon ein Ausweisfoto verschickt?
Erstatte Anzeige bei der Polizei und dokumentiere den Fall. Informiere die Schufa über den möglichen Identitätsmissbrauch. Prüfe in den kommenden Monaten Post und Kontoauszüge besonders aufmerksam und widersprich unberechtigten Forderungen sofort schriftlich.
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