Fake Zoll- und Paketgebühren: Der Kleinstbetrag Köder
Dein Paket hänge im Zoll fest, die Adresse sei unvollständig oder eine kleine Gebühr von 1,99 Euro sei fällig: Diese Nachrichten kommen per SMS, E-Mail oder als gefälschte Benachrichtigungskarte im Briefkasten. Es geht nie um die zwei Euro, sondern um deine kompletten Kartendaten.
So läuft die Masche ab
- Du bekommst eine Nachricht, die aussieht wie von DHL, Hermes, DPD oder dem Zoll: Eine kleine Gebühr müsse bezahlt werden, sonst gehe das Paket zurück.
- Der Link oder QR-Code führt auf eine täuschend echte Seite des Paketdienstes.
- Für die Zahlung von 1,99 Euro gibst du deine kompletten Kreditkartendaten ein, manchmal zusätzlich eine TAN.
- Mit den Daten werden deutlich größere Beträge abgebucht oder deine Karte wird weiterverkauft.
Typische Warnsignale
- Gebühren unter 3 Euro, die per Link oder QR-Code bezahlt werden sollen
- Absenderadressen oder Links, die nicht exakt auf die Domain des Paketdienstes führen
- Behauptungen wie "Adresse unvollständig", "übergewichtiges Paket" oder "Zollabfertigung ausstehend"
- Zeitdruck: Das Paket werde sonst zurückgeschickt oder vernichtet
So schützt du dich
Paketdienste verlangen keine Nachgebühren per SMS Link. Sendungsverfolgung machst du immer über die offizielle App oder Website des Dienstes, niemals über zugeschickte Links. Erwartest du gar kein Paket, ist die Nachricht ohnehin gelogen. Erwartest du eines, prüfe die echte Sendungsnummer direkt beim Anbieter.
Schon Kartendaten eingegeben?
Lasse die Karte sofort über den Sperr Notruf 116 116 oder deine Banking App sperren und informiere deine Bank. Prüfe die nächsten Abrechnungen auf unbekannte Abbuchungen und widersprich ihnen umgehend.
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