Zu günstige Angebote: Wenn der Preis die Falle ist
Ein iPhone 15 Pro für 350 Euro, eine PS5 für 200 Euro: Deutlich zu günstige Angebote sind der Köder fast jeder Betrugsmasche. Der niedrige Preis soll dein Misstrauen ausschalten, bevor es entsteht.
Warum der Trick funktioniert
Ein Schnäppchen aktiviert die Angst, etwas zu verpassen. Genau darauf setzen Betrüger: Wer glaubt, ein einmaliges Angebot vor vielen anderen Interessenten ergattern zu können, prüft weniger und zahlt schneller. Der zu niedrige Preis ist kein Zufall, sondern Teil des Systems.
Typische Warnsignale
- Preis liegt 30 Prozent oder mehr unter dem üblichen Gebrauchtpreis
- Begründungen wie schnelle Trennung, Umzug ins Ausland, ungewolltes Geschenk
- Neuwertige Ware ohne Rechnung, ohne Originalverpackung, mit wenigen unscharfen Fotos
- Fotos, die aus dem Internet kopiert wurden (per Rückwärtssuche prüfbar)
- Kombination mit Vorkasse, Kurier oder PayPal Friends
So schützt du dich
Prüfe vor dem Kauf den realistischen Marktpreis: Suche dasselbe Modell in verkauften Angeboten und vergleiche. Liegt der Preis weit darunter, frage dich, warum ein Verkäufer freiwillig auf hunderte Euro verzichten sollte. Mache die Probe: Bestehe auf Abholung und Barzahlung. Bei echten Schnäppchen ist das kein Problem, bei Betrug endet das Gespräch an diesem Punkt fast immer.
Faustregel
Wenn ein Angebot zu gut klingt, um wahr zu sein, ist es das in aller Regel auch nicht. Diese alte Regel hat auf Kleinanzeigen Plattformen nichts von ihrer Gültigkeit verloren.
Unsicher bei einem konkreten Chat oder Angebot?
Jetzt kostenlos prüfenWerbeplatz verfügbar